Abdichtung industrieller Luftentfeuchtungsgeräte

Höhere Temperaturbeständigkeit und wirtschaftlichere Abdichtung: Warum Marquardt+Schaupp bei Luftentfeuchtungsgeräten auf STALOC HPFLEX umgestellt hat

Die Marquardt+Schaupp Luftentfeuchtungssyteme GmbH entwickelt und fertigt unter anderem industrielle Luftentfeuchtungsgeräte. Innerhalb dieser Anlagen müssen Gehäuse- und Baugruppen dauerhaft gegen Feuchtigkeit und Umwelteinflüsse abgedichtet werden. Dabei kommen unterschiedliche Temperaturbereiche zum Einsatz, die klassische Dichtstoffe teilweise an ihre Grenzen bringen können.

Für Marquardt+Schaupp stellte sich daher die Frage, wie sich die Abdichtung technisch zuverlässig und gleichzeitig wirtschaftlich gestalten lässt. Gerade in Serienanwendungen spielen Materialkosten, Verarbeitungsaufwand und die Anzahl unterschiedlicher Betriebsmittel eine wichtige Rolle.

Vor der Umstellung arbeitete Marquardt+Schaupp mit mehreren Dichtstoffsystemen. Für Anwendungen bis etwa 120 °C kam ein Standardprodukt zum Einsatz, während für höhere Temperaturen ein zusätzlicher Hochtemperaturdichtstoff verwendet werden musste.

Dies brachte mehrere Herausforderungen mit sich:

  • Begrenzte Temperaturbeständigkeit des bisherigen Standardprodukts.
  • Einsatz unterschiedlicher Dichtstoffe innerhalb desselben Geräts.
  • Aufwendigere Verarbeitung des Hochtemperaturprodukts.
  • Geringere Flexibilität bei Schwingungen und mechanischen Belastungen.
  • Hohe Bedeutung der Materialkosten bei Serienanwendungen.
  • Silikonfreiheit für Verarbeitung im Bereich Automotive

Wie die Lösung ins Gespräch kam

Der Kontakt zwischen Marquardt+Schaupp und IBS entstand ursprünglich im Rahmen eines anderen Projekts. Dabei stellte IBS verschiedene technische Lösungen aus seinem Portfolio vor. In diesem Zusammenhang wurde auch der STALOC HPFLEX Konstruktionsklebstoff als mögliche Alternative zu den bisher eingesetzten Produkten vorgestellt.

Genau dieser Punkt macht das Projekt besonders interessant: Die ursprüngliche Aufgabenstellung hatte nichts mit einem Dichtstoffwechsel zu tun. Erst durch den offenen Austausch über bestehende Herausforderungen wurde ein Potenzial sichtbar, das zuvor nicht im Mittelpunkt stand.

Bei der Bewertung der Alternative spielten für den Kunden sowohl wirtschaftliche als auch technische Aspekte eine Rolle.

[KUNDENZITAT] „Preis und Temperatur. Das sind eigentlich die zwei Argumente.“

Der Ausgangspunkt war somit die Suche nach einer wirtschaftlicheren Lösung. Ausschlaggebend für die Umstellung war letztlich jedoch die Kombination aus attraktiver Preisgestaltung und verbesserten technischen Eigenschaften.

Warum STALOC HPFLEX überzeugte

Besonders relevant war für Marquardt+Schaupp die höhere Temperaturbeständigkeit. Während das bisherige Standardprodukt bis etwa 120 °C eingesetzt werden konnte, ist STALOC HPFLEX laut Datenblatt dauerhaft bis +150 °C und kurzfristig bis +200 °C temperaturbeständig

Dadurch konnten Anwendungen, die zuvor an der Grenze der Leistungsfähigkeit des Standardprodukts lagen, mit einer leistungsfähigeren Lösung abgedeckt werden. Gleichzeitig eröffnete sich die Möglichkeit, den Einsatz unterschiedlicher Dichtstoffsysteme zu reduzieren.

Ein weiterer Pluspunkt war die Verarbeitung. Im Vergleich zu einem bisher eingesetzten Hochtemperaturdichtstoff beschreibt der Kunde HPFLEX als einfacher in der Anwendung und besser geeignet für Bereiche mit Schwingungsbelastungen.

Für Marquardt+Schaupp brachte die Umstellung mehrere Vorteile zusammen:

Technisch

  • Höhere Temperaturbeständigkeit gegenüber dem bisher eingesetzten Standardprodukt.
  • Gute Eignung für Anwendungen mit Vibrationen und Schwingungen.
  • Einsatz auch in Temperaturbereichen, die zuvor zusätzliche Lösungen erforderlich machten.

Organisatorisch

  • Potenzial zur Reduzierung unterschiedlicher Dichtstoffsysteme innerhalb der Produktion.
  • Vereinfachte Verarbeitung durch ein anwenderfreundliches Material.

Wirtschaftlich

  • Wettbewerbsfähige Kostenstruktur bei gleichzeitig verbesserten technischen Eigenschaften.
  • [KUNDENZITAT] „Der Hauptgrund war der preisliche Grund. Das muss man ganz klar sagen.“

Die Erfahrung bei Marquardt+Schaupp zeigt, dass ein Produktwechsel nicht zwingend zwischen Kosten und Leistung entscheiden muss. Im vorliegenden Fall führte die Suche nach einer wirtschaftlicheren Alternative gleichzeitig zu einer technischen Verbesserung der Anwendung.

Produktfokus: STALOC HPFLEX Konstruktionsklebstoff

STALOC HPFLEX ist ein elastischer Konstruktionsklebstoff auf Basis eines silanmodifizierten Polymers (SMP). Das Produkt wurde für anspruchsvolle industrielle Klebe- und Dichtanwendungen entwickelt.

  • Dauerelastisch von −40 °C bis +150 °C.
  • Kurzfristige Temperaturbeständigkeit bis +200 °C.
  • Frei von Lösungsmitteln, Isocyanat und Silikon.
  • Beständig gegen zahlreiche Medien wie Wasser, Öle, Säuren und Basen.
  • Überlackierbar mit vielen industriellen Beschichtungssystemen.

Für die Anwendung bei Marquardt+Schaupp war insbesondere die höhere Temperaturbeständigkeit entscheidend.

Die Rolle von IBS

IBS begleitete das Projekt als technischer Ansprechpartner und Lieferpartner. Im Mittelpunkt stand dabei nicht die Vermarktung eines einzelnen Produkts, sondern die gemeinsame Betrachtung der Anwendung und ihrer Anforderungen.
Auf Basis der Gespräche konnte IBS eine technische Alternative aufzeigen und den Kunden bei der Bewertung unterstützen.

Ansprechpartner
Oliver Pache
Telefon: +49(0)721 97057 223
E-Mail: oliver.pache@ibs-gruppe.de